Was arbeitet eigentlich ein Baron?

 

 

Mit dieser und vielen weiteren Fragen in den Taschen durften die Viertklässler der Grundschule Waffenbrunn Andreas Freiherr von Schacky auf Schönfeld in seinem Schloss in Waffenbrunn besuchen. Freundlich und kindgerecht erklärte der Baron, wie seine Arbeit in Büro und Wald den Tag füllt.

 

 

 

Der Schlossherr ließ die Kinder zunächst in der Eingangshalle die Tiere entdecken. Felle von Wildschweinen, riesige Hirschgeweihe, aber auch Seltenheiten, wie ein Birkhuhn, faszinierten die Schülerinnen und Schüler.

 

In einem Nebenraum zeigte Baron von Schacky den kleinen Besuchern ein imposantes Gemälde, das die Stadt Cham vor fast 300 Jahren bei der Belagerung und Zerstörung durch die Panduren abbildet. Die Viertklässler tauchten mit ihm in diese dunklen Tage der Stadt Cham ein. „Bevor die Fotografie sich verbreitete, konnte man Wichtiges nur in Zeichnungen festhalten“, erklärte der Baron dazu.

 

 

 

In der sogenannten kleinen Bibliothek im Schloss zeigte der Schlossherr die Mischung aus Löwen und Adler, den sogenannten Greif, in einem Wappen. Später entdeckten die Kinder selbstständig Greife im Schloss.  

 

In einem weiteren Raum nebenan erkannten die Viertklässler in der detailreichen Deckenmalerei weitere Wappen, Flaggen, einen Christus am Kreuz, die Göttin der Jagd Diana und drei Hasen mit insgesamt nur drei Ohren. Der Baron machte auf die Vergänglichkeit so einer Bemalung aufmerksam. Verlegungen von Elektroleitungen und Malerarbeiten an dieser Decke zerstörten nämlich in Laufe der Zeit viele Abbildungen bis vor etwa vier Jahren eine Restauratorin aufwendig und mit Fingerspitzengefühl der Decke wieder zu neuem Glanz verhalf.

 

Weiter ging die Führung dann in das Kaminzimmer, in dem sich eine große Sammlung alter Waffen und Rüstungen befindet. Eine der Rüstungen war sichtlich sogar einmal getroffen worden. Der Schlossherr erklärte fachkundig, wie früher Duellpistolen mit Hilfe von Feuersteinen funktionierten und lies die Kinder den kleinen Funken sehen. Einen unglaublich schweren Rüstungshelm durften alle Viertklässler einmal aufsetzen.

 

So wurden die Schülerinnen und Schüler voll mit Eindrücken in den Schlossgarten geführt und konnten sich dort bei einem vom Baron gestifteten Eis austauschen.