"Wissen wie`s wächst ..."

Es ist soweit! Ernteaktion an der Grundschule Willmering und Waffenbrunn
Schüler ernten ihr selbstangebautes Gemüse

 

 Voller Spannung warten die Schülerinnen und Schüler der Grundschule Willmering und Waffenbrunn darauf, ihr selbst angebautes Gemüse zu ernten. In Pflanzkisten und Pflanzbechern stehen im Schulhof Radieschen, Salat und Schnittlauch dafür bereit. Die gemeinsame Ernte und anschließende Zubereitung zu einem leckeren Wrap sind Bestandteil des Projektes „Wissen wie`s wächst und schmeckt“, das das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Cham in den drei Klassen 1, 2 und 3 der Grundschule durchführten. Ziel des Projektes ist es, Kindern den Ursprung von Lebensmitteln wieder näher zu bringen und sie mit allen Sinnen an eine ausgewogene Ernährung heranzuführen.
Initiiert hat das Projekt das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Das Konzept dazu entwickelte das Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Gartenakademie an der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau.

 

Alle wollen jetzt nur eines, nämlich das selbst angepflanzte Gemüse ernten. Zunächst ist das eigene Pflanzgefäß an der Reihe: Vorsichtig ziehen die Kinder die Radieschen heraus und das Staunen steht ihnen angesichts der roten Radieschenknollen in das Gesicht geschrieben. Als nächstes darf jedes Kind mit einer Schere oder kleinem Messer nacheinander Salat und Schnittlauch abschneiden, bis die Pflanzkisten abgeerntet sind. Anschließend geht es in das Klassenzimmer, wo die Kinder in Teamarbeit das Gemüse waschen, schneiden und schließlich zu einem Wrap zubereiten, der gemeinsam verkostet wird.

 

„Es macht den Kindern unheimlich viel Freude, den Prozess des Wachsens mit zu erleben und Wissen mit den eigenen Händen zu begreifen. Durch das eigene Tun, die Samen und Pflänzchen bis zum fertigen Gericht zu begleiten, eignen sich Kinder ganz nebenbei Ernährungswissen an“, betont Maria Schmitz. Einige bauten jetzt zuhause selbst Gemüse auf dem Balkon oder Garten an. „Wenn unser Projekt diese nachhaltigen Impulse gibt, dann freut uns das sehr“, sagt Maria Schmitz, Ansprechpartnerin Ernährung am AELF.
Seit dem Anpflanzen nach den Osterferien haben die Kinder in Eigenregie die Pflege in Form eines Gießdienstes oder einer „Schnecken- und Läusepolizei“ übernommen. Sie erleben dabei, dass es Zeit dauert und Aufwand erfordert, bevor das Gemüse reif ist und gegessen werden kann. Dadurch können Kinder eine höhere Wertschätzung für Lebensmittel entwickeln.

 

Bericht: Maria Schmitz